@ Helga
vielen dank für deine lieben worte!

obwohl ich diese erfahrung nicht mehr machen möchte, möchte ich sie auch nicht missen...
es sind die (meist) schmerzhaftesten erfahrungen, die uns auf unserem weg voranbringen, uns unsere wahre stärke zeigen und somit mut machen auf alles, was noch kommen kann.
ich war damals sehr überrascht, wieviele menschen in ihren familien bereits mit dem plötz.kindstod konfrontiert waren - aber man spricht nicht darüber

ebenso war es sehr interessant zu beobachten, wie sich die mitmenschen (insbesondere die nachbarn) auf einmal merkwürdig verhielten:
lag es daran, dass zuerst einmal die eltern als mordverdächtig galten und das eigene tote kind beschlagnahmt wurde - oder - das denke ich, trifft eher zu

: dass die menschen eben nicht wissen, wie sie mit diesem thema umgehen und den betroffenen begegnen sollen.
(soetwas lernt man ja nicht in der schule...)
das ist auch der grund, weshalb ich gelegenheiten aufgreife, um anderen zu zeigen: es geht immer weiter, es gibt andere, die diese schmerzen und erfahrungen teilen. und ich freue mich, wenn ich jemandem auf seinem weg begleiten, in seinem schmerz helfen kann - vlt. auch andere blickwinkel zu beachten....
meine wohl grösste erfahrung war (hat aber dennoch wehgetan ;-):
trauer ist purer egoismus -
man selbst vermisst den körper, den man sehen, fühlen, hören, riechen,...konnte.
die seele ist ja immer noch da - nur eben (für die meisten) nicht mehr sicht-, fühl-, hörbar.
der verstand versucht diese starken emotionen zu begreifen - und wenn man seinen weg gefunden hat, verstand und emotionen in einklang zu bringen, hat man - meiner meinung nach - seine trauerarbeit geleistet...
es ist eine zeit, eigene grenzen zu durchbrechen, neue türen zu öffnen - wie phönix aus der asche...
jetzt muss ich aber in den unterricht :-))