Autor Thema: Schlangenmittel - Thema des Monats November  (Gelesen 974 mal)

Offline HP Silke

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #15 am: November 22, 2010, 04:39:07 Nachmittag »
Am Mittwoch möchte ich Euch in der Lerngruppe etwas über zwei "kleinere" Schlangen erzählen...
Es soll um Bungarus fasciatus den gebänderten Krait gehen  und außerdem um die Seeschlange Hydrophis. Auch wenn z.B. der krait eine der medizinisch wichtigen Giftschlangen in Asien aufgrund vieler Todesfälle ist- wurde diese Schlange noch wenig untersucht. Dr. Farokh Master hat sich viel mit den Schlangenmitteln befasst und eine Bungarus-Prüfung durchgeführt ...  außerdem hat
 Louis Klein erfahrungen mit diesem Mittel...
HYdrophis ist schon etwas länger bekannt  - aber auch wenig beachtet ...

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Offline elke

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #16 am: November 25, 2010, 09:21:08 Vormittag »
Ich habe noch einmal eine Frage zu der unaussprechlichen Wasserschlange gestern, am 24.11.2010: Wie sehen die Flecken am Hals aus? Sind es Rötungen - hektische oder andersfarbige Flecken? Wenn ich jetzt ein Sudeck- Syndrom am Arm habe, könnte das Mittel dann auch passen, obwohl es sich ja besonders auf die unteren Extremitäten bezieht? In welcher Potenz würde man Schlangenmittel geben? Ich habe gehört, man solle sie nicht unter C 200 verabreichen, stimmt das?

Offline HP Annette Di Fausto

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #17 am: November 25, 2010, 11:29:21 Vormittag »
hallo Elke,
ich vermute mal, dass du bei den Flecken und dem Sudeck an einen Fall denkst.

Da hebe ich gleich warnend den Zeigefinger  ;D.

Ein Sudeck könnte bei Hydrophis auch am Arm auftreten, wenn es das richtige Mittel ist, dennoch ist Hydrophis natürlich nicht das einzige Mittel bei Sudeck.

Ganz ähnlich verhält es sich mit den Flecken am Hals. Tatsächlich gibt es dazu im Repertorium keine Aussage, wie genau die Flecken aussehen, aber es gibt einen Bezug zu dem Auftreten der Flecken, bzw. überhaupt Hautausschläge am Hals, Rücken oder auch der Brust. das könnte auch ein Herpesausschlag sein, der immer an der Brust auftritt.

Es ist die Kombination der verschiedenen Merkmale, die zu Hydrophis führen.

So ist es typisch, dass es irgendwie eine Diskrepanz zwischen oben und unten gibt, entweder sind die Beine zu dick oder zu dünn im Vergleich zum übrigens Körper, oder aber es gibt eine Diskrepanz zwischen rechts und links.

Wenn es dann auch noch zu Lähmungen kommt, die Polio ähneln (also mit erhaltener Sensibilität) und der Patient zudem irgendwie unbeteiligt, inkoherent wirkt (also entweder schweigt und keinen Kontakt aufnimmt oder zusammenhanglos plappert), dann hast du viele Hinweise auf Hydrophis cyanocinctus.

Es ist wie immer in der Homöopathie, es geht um die Gesamtheit des Bildes.

Und Lachesis habe ich durchaus schon öfters in der C30 verschrieben, genauso wie Crotalus horridus neulich. Da spricht nichts dagegen.
HP Annette Di Fausto
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Offline elke

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #18 am: November 30, 2010, 02:46:03 Nachmittag »
Danke Annette, du musst dich nicht sorgen, dass ich zu schnell Mittel verordnen würde. Es waren eben Fragen, die mir am nächsten Morgen noch einfielen. Klar ist, das es die Gesamtheit der Symptome ist. Übrigens habe ich einen solchen Fall nicht wirklich, aber mein Mann erzählt mir aus seiner Praxis Fälle und ich gehe immer - egal wann - diese Fälle so an, als wären es meine eigenen. Ist manchmal viel Arbeit,aber es macht viel Spaß. auch wenn ich noch keine Heilerfolge sehen kann.

Offline HP Annette Di Fausto

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #19 am: November 30, 2010, 03:59:08 Nachmittag »
Das war von mir auch einfach an alle gerichtet  ;), nicht nur an dich, aber ich hab dich ja direkt angesprochen ... ich spezifiziere hier also nochmal:
Das, was ich schrieb gilt allgemein.

Wie schnell schließt man bei der Betrachtung eines Mittels doch auf einen Fall, den man gerade beobachtet.

Da ist immer Vorsicht geboten, an einer guten Repertorisation kommt keiner vorbei. Es ist dennoch enorm wichtig neue Mittel kennen zu lernen und darum bemühen wir uns hier weiterhin, euch neue Mittel vorzustellen und das wird auch im Dezember so sein, wenn wir uns mit den Erkältungskrankheiten beschäftigen.

Diesmal werden es nicht die üblichen Mittel sein. Also seid alle unbedingt dabei und sagt es weiter.

Hier der Link zu den Homöopathie Veranstaltungen im Dezember:
http://e-vidia.de/heilpraktikerforum/index.php/topic,6147.0.html
« Letzte Änderung: November 30, 2010, 04:02:12 Nachmittag von HP Annette Di Fausto »
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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #20 am: November 30, 2010, 04:10:05 Nachmittag »
In welcher Potenz würde man Schlangenmittel geben? Ich habe gehört, man solle sie nicht unter C 200 verabreichen, stimmt das?
Liebe Elke,
egal ob Schlangenmittel oder sonstwas, wird die Potenz immer an den Fall individuell angepasst - es gibt kein das muss man so machen - es ist immer zu sehen was will ich erreichen, wie stark ist der Organismus/die Reaktionskraft....

Einen Fall gut behandeln heißt also nicht nur, das passende Mittel herauszusuchen, sondern auch die Potenz und die Gabenwiederholung etc. sind Faktoren, die individuell zu sehen sind!!!
 :)
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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #21 am: November 30, 2010, 04:24:00 Nachmittag »

Einen Fall gut behandeln heißt also nicht nur, das passende Mittel herauszusuchen, sondern auch die Potenz und die Gabenwiederholung etc. sind Faktoren, die individuell zu sehen sind!!!
 :)


Jaaaa ... und ich finde, alles einzeln genommen ist allein schon schwierig!!  :( Man darf eigentlich gar nicht nachdenken, wieviel Erfahrung es braucht, um ein Homöopath zu sein - von gut will ich noch gar nicht reden ;).

 :o :o Dann höre ich die Vorträge der "Großen" und erstarre in Bewunderung  :o :o

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #22 am: November 30, 2010, 04:33:14 Nachmittag »
gerade im letzten Materia medica Kurs haben wir ja gerade von dir liebe Karin gehört, dass die ungeliebten D Potenzen (einige sagen, sie seien Eierkram, nicht ernstzunehmen...!) ungeheuer viel ausrichten können.

Es gibt keine schlechten Potenzen!

An erster Stelle steht das richtige Mittel.

Dann kommt die Potenz und die Gabe, aber das ist eben auch eine Kunst, die gelernt sein will.

Wir arbeiten weiter an dem Projekt, es euch verständlich zu machen. Aber bitte unbedingt weitere Fragen dazu hier!
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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #23 am: November 30, 2010, 04:51:09 Nachmittag »
 :) Mir war nicht bewusst, dass D-Potenzen in der Fachwelt "diskutiert" werden ...
Da es alle Potenzen gibt, sollte man sie doch auch anwenden ....   ???

Allerdings finde ich es schwierig, zwischen den C30 und den C200 Potenzen zu unterscheiden. Wie gut muss ein Mensch "drauf" sein, damit ich ihm eine C200 oder sogar eine C1000 geben kann?

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Re: Schlangenmittel - Thema des Monats November
« Antwort #24 am: November 30, 2010, 05:13:13 Nachmittag »
Das ist jetzt eine schöne direkte Frage und wie erklär ich es dem Kind...:-)

Nehmen wir einen Akutfall:

Patient hat seit heute, gestern oder seit einigen Tagen ein akutes Problem, nehmen wir mal an eine Otitis.

Er hatte das nicht mehrfach in der letzten Zeit vorher, hat also nicht die Tendenz so etwas immer wieder zu entwickeln.

Er ist ein Patient, der auch in den vergangenen letzen 2 Jahren durchaus mal Fieber hatte, welches über 38 Grad ging und hat sich danach immer wieder in einem Zeitraum von einigen Tagen selbstständig erholt.

Er hat also eine gute Dynamis, Lebenskraft, das sehen wir daraus.

Da geb ich gleich eine 200er (ob nun D oder C, ist egal, wirklich, nur sollte das Mittel gut hergestellt worden sein, da empfehle ich z.B. Gudjons, die machen das gut).

Ich könnte ihm auch gleich eine 1000er geben, wenn ich die hab, die kostet aber viel mehr, deshalb hab ich selber in der Praxis nur einige wenige Mittel in der C1000 für den heftigen Akutfall, der bei einem sonst kräftigen Patienten den tiefen Impuls braucht, damit schnell genug der richtige Reiz gegeben wird.

Bei einem solchen vorher beschriebenen Patienten gebe ich die 1000, wenn ich sie habe, gleich. Ich treffe viel gezielter und durchgreifender ins Zentrum.

Aber...vorher steht die richtige Analyse des Falles.

Lieber sage ich, geh zum Arzt oder ins Krankenhaus, wenn ich nicht klar das richtige Mittel sehe, als dass ich hier auf einen unklaren Fall verschreibe!
« Letzte Änderung: November 30, 2010, 05:23:16 Nachmittag von HP Annette Di Fausto »
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