Autor Thema: Studie Gefährliche Vitamine?  (Gelesen 393 mal)

Offline HP Silke

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Studie Gefährliche Vitamine?
« am: November 02, 2011, 01:52:26 Nachmittag »
aus dem Newsletter des BDH:
Studie
Gefährliche Vitamine?


Die Auswertung der "Iowa Women’s Health Study" kommt zu dem Ergebnis, die Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen schade Menschen ohne Mangelzustände mehr, als das sie nutzt.

Für einige Supplemente wurde sogar ein Anstieg der Sterblichkeit festgestellt, einzig die Einnahme von Kalzium war mit einem verminderten Sterberisiko älterer Frauen assoziiert.

Die "Iowa Women's Health Study" (IWHS) läuft seit 1986, beoabchtet wurden über 40.000 Frauen, die zu Beginn der Studie 55 bis 69 Jahre alt waren. Ziel der Beobachtungsstudie ist die Untersuchung des Einflusses von Ernährung und Lebensgewohnheiten auf chronische Erkrankungen.

Insbesondere ältere Frauen in den USA nehmen solche Produkte, die in der Drogerie und im Supermark frei verkäuflich sind, gerne ein. 66 Prozent der Teilnehmerinnen der Studie nahmen zu Beginn mindestens ein Präparat ein. Dieser Anteil stieg bis 2004 auf 85 Prozent. 25 Prozent nahmen sogar vier oder mehr Präparate ein, meist ohne vorherige Feststellungen eines Mangels. Die These „viel hilft viel“ ließ sich so allerdings nicht bestätigen, man ermittelte für einige Supplemente ein signifikant erhöhtes Sterberisiko.

Laut dieser Studie erhöhte z. B. die Einnahme von Multivitaminen das Sterberisiko. Erhöht ermittelt wurden für Folsäure 5,9 Prozentpunkte, für Magnesium 3,6 Prozentpunkte, für Zink 3,0 Prozentpunkte. Ein Anstieg um 3,9 Prozentpunkte wurde für Eisen ermittelt. Dieser war dosisabhängig, was umso mehr auf eine mögliche Kausalität schließen lässt.

Allerdings: Ein definitiver Beweis kann durch eine prospektive Beobachtungsstudie nicht erbracht werden, hier sind randomisierte klinische Studien erforderlich. So lautet z. B. ein durchaus plausibler Einwand, die Teilnehmerinnen würden im Krankheitsfall eher zu diesen Präparaten greifen, als bei völliger Gesundheit.

In den letzten Jahren zeigten allerdings mehrere klinische Studien in diesem Zusammenhang ebenfalls ein erhöhtes Sterberisiko auf. Gleichzeitig gibt es Studien, die eine protektive Wirkung einzelner Vitamine oder Spurenelemente ermittelten (wir berichteten im letzten Jahr mehrfach zu diesem Thema).

Nicht anders in der aktuellen Beobachtungsstudie: Mit der Einnahme von Kalzium-Supplementen war eine Verminderung des Sterberisikos um 3,8 Prozentpunkte assoziiert. Ein nachvollziehbares Ergebnis, da es sich bei den Teilnehmerinnen um ältere Frauen handelt, die in der Regel ein höheres Osteoporoserisiko haben.
"Geh Du vor," sagte die Seele zum Körper, "auf mich hört er ja nicht." - " Ich werde krank werden," sagte der Körper, "dann hat er Zeit, auf Dich zu hören."               Konfuzius (?)

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Re: Studie Gefährliche Vitamine?
« Antwort #1 am: November 02, 2011, 01:53:48 Nachmittag »
hier das Abstract der Studie in englischer Sprache
http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/short/171/18/1625
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Offline HP Saho

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Re: Studie Gefährliche Vitamine?
« Antwort #2 am: Januar 12, 2012, 01:13:24 Nachmittag »
Wen dieses Thema interessiert, hier ein anderer interessanter Link:

http://www.dr-kuklinski.info/publikationen/gefaehrlichkeit-vitamine-mikronaehrstoffe.pdf