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Adventskrimi 6. Dezember - Ein Toter in Heidelb...

06.12.2018 - Adventskrimi 6. Dezember - Ein Toter in Heidelberg

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Mitten in der Nacht schreckte Homer Patson hoch. Benommen versuchte er sich zu orientieren.

Im Zimmer befanden sich vier Personen, die aufgeregt diskutierten und am Bett von Herrn Rossmann hantierten.

„Was ist passiert?“, fragte Homer benebelt, aber die Worte wollten ihm nach seinem Cocktail aus Schmerz- und Schlafmittel und dem guten spanischen Rotwein nicht so einfach über die Zunge gehen und außer seinem Knöchel schmerzte nun auch sein Kopf höllisch.

Er hörte Heinrich Rossmann husten.

„Nichts, schlafen Sie weiter“, entgegnete ihm eine der Schwestern.

Obwohl Homer sich dagegen wehrte, fiel er wieder in einen unruhigen Schlaf. Gegen fünf Uhr morgens erwachte er und sah sich im Zimmer um. Aber er war allein. Kein Herr Rossmann, kein zweites Bett. Homer klingelte und die Schwester erschien.

„Wo ist Herr Rossmann?“, fragte er und sein Schädel brummte.

Die Schwester zögerte. „Es gab Komplikationen und wir mussten ihn auf die Intensivstation verlegen“ sprach sie schließlich widerwillig.Rechtsmedizin_Berlin_Wikipedia_Ralf_Roletschek

„Komplikationen, was für Komplikationen? Vorhin ging es ihm noch hervorragend“. Homer Patson war außer sich.

„Ich bin nicht befugt, Ihnen darüber Auskunft zu geben“, raunte die Schwester und verließ schnell das Zimmer.

Auf einmal war er hellwach. Was ging hier vor sich, was war mit dem netten Mann geschehen? Mit einem Satz sprang er aus dem Bett. Verdammt, er hatte seine Verletzung vergessen. Aber die Behandlung hatte wahrhaftig gefruchtet – die naturheilkundliche Ärztin hatte ganze Arbeit geleistet. Etwas unbeholfen humpelte er hinaus in den Gang. Niemand da.

Er betrat das Schwesterzimmer, aber auch hier war niemand. Er sah sich um. Moment mal. Da lagen die Patientenakten. So schnell es ihm sein Knöchel erlaubte huschte er hinüber zum Tisch. Rossmann, es war zwar nicht seine Akte, aber da lag ein Zettel mit dem Namen. Handschriftliche Notiz.

Mensch, wie konnte ein Mensch nur eine so unleserliche Handschrift haben. Pno – nein – Pneu – aber was hieß das dahinter? Pneumothorax – nein, da war kein X. Pneumonie? Ja, das konnte es sein. Er hörte Schritte auf dem Gang, sie kamen schnell näher. Was konnte er noch entziffern. Se… Sep….

Die Tür ging auf. „Was haben Sie hier zu suchen?“ fuhr ihn eine Stimme an. „Dieses Zimmer ist für Patienten nicht zugänglich. Ich muss sie auffordern sofort den Raum zu verlassen.“

„Wo befindet sich Heinrich Rossmann? Was ist mit ihm geschehen?“ Patson hatte immer mehr das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmte.

„Das geht sie überhaupt nichts an und nun verlassen sie bitte sofort den Raum.“ Die Feindseligkeit, welche ihm entgegenschlug, verblüffte Homer.

Wortlos verließ er das Schwesternzimmer. Doch was nun. Er musste unbedingt herausfinden was geschehen war. Er kehrte auf sein Zimmer zurück und wäre fast mit einer kleinen Frau zusammen
gestoßen, die tränenüberströmt aus dem Raum eilte. Homer kombinierte blitzschnell.

„Warten Sie! Bitte, bleiben Sie stehen!“

Die zierliche Dame drehte sich um. Ihr Gesicht war rot und verquollen vom Weinen und aus ihrer Kehle drang ein Schluchzen, welches sie hilflos zu unterdrücken versuchte.

„Bitte warten Sie und kommen einfach noch einmal herein. Ich möchte wissen was hier los ist. Bitte, lassen Sie uns einfach unterhalten.“

Die Frau zögerte, doch schließlich setzte sie sich in Bewegung und kehrte ins Krankenzimmer zurück.

„Sie müssen Hannelore sein. Heinrich hat mir von Ihnen erzählt. Hannelore, was ist geschehen? Wo ist ihr Mann und wie geht es ihm?“

Ein lautes Wimmern durchdrang den Raum, das Homer Patson durch Leib und Seele drang.

„Er ist tot! Er ist einfach tot! Er sollte doch heute nach Hause kommen, ich hatte seinen Lieblingskuchen gebacken und alles vorbereitet und vorhin riefen sie mich an und sagten mir, dass er gestorben sei. Ich kann das nicht begreifen, es ging ihm doch gut, er sah doch nicht mehr krank aus. Oh Gott, er ist tot, wie soll denn jetzt alles weitergehen?“ Hannelore versagte die Stimme und ihr Körper wurde von Weinkrämpfen geschüttelt.

Er konnte nicht anders, als sie in seine Arme zu schließen und ihren Kopf zu streicheln.

„Hannelore, was haben die Ärzte gesagt – an was ist er gestorben?“

Sie schniefte. „ Sie sagen sein Herz wär schwach gewesen, es wär einfach stehen geblieben. Die Operation und die Blinddarmentzündung wär zu viel für ihn gewesen. Ich verstehe das nicht. Ich wusste nicht, dass er ein krankes Herz hat. Der Hausarzt hat nie etwas davon gesagt.“

Homer Patson überlegte. Gestern Abend war der alte Knabe sehr gesprächig gewesen, ja hatte einen quietschfidelen Eindruck gemacht. Später am Abend hatte er dann etwas angefangen zu husten und gemeint, dass der Rotwein ihm ein wenig zu Kopfe gestiegen sei und er sich ein wenig heiß fühle. Daraufhin hatten sie das Licht gelöscht und Homer war eingeschlafen.

Doch was war in den darauffolgenden Stunden passiert? Plötzliches Herzversagen. Homers Sachverstand und untrüglicher Instinkt konnten so etwas nicht glauben. Da musste mehr dahinter stecken…

„Hannelore, sie müssen eine Autopsie machen lassen. Irgendwas an Heinrichs Tod kommt mir reichlich spanisch vor. Bitte, sie müssen ihn untersuchen lassen.“

Die Witwe starrte ihn mit aufgerissenen Augen an.

„Eine Autopsie? So wie im Fernsehen? Sie sollen ihn aufschneiden? Oh Gott, warum sollte ich das veranlassen? Glauben Sie etwa, dass er vergiftet worden ist?“

Homer ging nachdenklich im Zimmer umher.

„Das nicht, aber ich hege einen Verdacht, dass er nicht an schwachem Herzen verstorben ist. Ich habe da so eine Theorie, aber ich würde gerne einen Spezialisten hinzuziehen. Einen Freund von mir, dessen Meinung man vertrauen kann.“

Hannelore war hin und her gerissen. Sie war von der Situation komplett überfordert, doch schließlich gelang es Homer Patson sie zu überzeugen.

„Sie wollen was?“ Das Gesicht des Chefarztes war puterrot. „Eine Autopsie?! Warum das denn? Die Geschichte ist doch glasklar. Warum wollen Sie hier Unruhe reinbringen? Wollen Sie uns was unterstellen? Und Sie“ – er zeigte auf Homer – Sie verlassen jetzt umgehend meine Klinik, Ihre Entlassungspapiere können Sie an der Pforte abholen."

Homer Patson wusste, dass er nun handeln musste. Er verließ das Zimmer und gab Hannelore mit einem Handzeichen zu verstehen, dass sie auf ihn warten solle. Er holte sein Handy aus der Tasche und wählte die Nummer.

„Hans? Homer hier, ich brauche deine Hilfe.“

„Homer, Homer Patson – ich glaube es nicht altes Haus. Was hat dich denn hierher verschlagen? Mensch, was kann ich für dich tun, in was bist du nun wieder verstrickt?“ Hans lachte.

„Hans, du musst deine Beziehungen spielen lassen und zwar schnell. Du musst sofort einen Verstorbenen in die Pathologie holen. Stell jetzt keine Fragen, alles andere erklär ich dir später. Aber ich habe das Gefühl, dass hier eine ganz miese Sache abgelaufen ist, die vertuscht werden soll. Hans, kann ich auf dich zählen?“

Einen Moment war Stille in der Leitung.

Dann hörte Homer die sonore Stimme aus dem Hörer: „Natürlich Homer, du kannst dich auf mich verlassen. Sag mir einfach, was ich tun soll…“

Zwei Stunden später standen Homer und Hans gemeinsam vor dem Toten.

„Homer, erzähle‘ mir nach was ich schauen soll. Was vermutest du?“

Patson schilderte ihm den Fall. Ein Mann, dessen Herz bislang als gesund galt. Plötzlicher Husten, wahrscheinlich Fieber, in derselben Nacht verstorben. Im Krankenhaus nach einer OP. Hans machte sich an die Arbeit. Homers Geduld wurde auf die Probe gestellt, doch schließlich blickte Hans zu ihm auf.

„Alter Knabe, du hattest Recht. Sein Herz ist in Ordnung. Er ist an einer Sepsis gestorben und hatte.....

 

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