Adventskrimi 22. Dezember - Eine erregende Bege...

22.12.2018 - Adventskrimi 22. Dezember - Eine erregende Begegnung

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Was für ein Tag! Die Reise nach Tokio hatte sich wahrlich gelohnt.Wikipedia_Morio

Für seinen Vortrag hatte er viel Beifall erhalten.

Den Rest seiner Zeit verbrachte er damit, sich verschiedene Kollegen anzuhören und zu fachsimpeln.

Doch nicht nur die westliche Medizin bestimmte den Vortragsplan, sondern auch fernöstliche Sichtweisen hatten ihren Platz im Programm gefunden.

Als besonders interessant befand er eine Abhandlung eines chinesischen Arztes über die Behandlung von Schlaganfallpatienten unter Einbeziehung der 5 Wandlungsphasen Holz, Erde, Feuer, Metall, und Wasser.

Damit wollte er sich doch noch etwas intensiver befassen.

Abends war er dann im Hotel Seiyo Ginza abgestiegen und genehmigte sich ein fantastisches traditionell japanisches Abendessen.

Nun wollte er den Tag bei einem leckeren Glas Gin Tonic an der Bar ausklingen lassen.

Vielleicht wollte Colette ihm ja dabei Gesellschaft leisten?

Ihr Flug nach Südafrika ging erst morgen Abend.

Wieder meldete sich nur die Mailbox und Homer Patson hinterließ eine Nachricht. 

In der Bar herrschte eine angenehme Atmosphäre. Homer bestellte sich seinen Drink und ließ seinen Blick umherschweifen.

An einem dunklen Lockenkopf blieb er hängen.

Die Dame kam ihm bekannt vor. Diese Haare und die katzenhaften, grazilen Bewegungen hatte er doch schon einmal gesehen!

Er erhob sich von seinem Hocker und schlenderte zu ihr hinüber.

Sie wendete ihren Kopf und nach einem kurzen Moment der Verblüffung schenkte sie ihm ein strahlendes Lächeln, welches in Homers Innersten ein undefinierbares Gefühl erzeugte.

„Dr. Aedes, welch‘ Überraschung Sie hier zu erblicken.“

„Mahita“, antwortete sie, „nennen Sie mich doch bitte Mahita. Würden Sie mir ein wenig Gesellschaft leisten?“

Die Ärztin, die er auf seinem Flug von New York nach Deutschland kennengelernt hatte und die zudem die Schnittstelle zwischen Miltons AIDS-Projekt und der UNO bildete, hier in seinem Hotel in Tokio zu treffen, löste in Homer unterschiedliche Gefühle aus.

Sollte dies ein Zufall sein?

Jedoch war sie Ärztin und hatte ihm erzählt, dass sie viel in der Welt herumkomme.

Andererseits war Homer hoch erfreut sie zu erblicken, denn sie war nicht nur eine geistreiche Gesprächspartnerin, sondern auch ihr äußeres Erscheinungsbild konnte nicht anders als attraktiv beschrieben werden.

Also beschloss er die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Schließlich konnte sie ihm vielleicht weitere Informationen zu den verschwundenen Menschen in Südafrika liefern!

Sie verbrachten einen heiteren Abend. 

Als Homer Patson am nächsten Morgen erwachte, nahm er eine eiskalte Dusche und rasierte sich sorgfältig.

Gerade als er sich ankleiden wollte, fühlte er auf einmal zwei Arme, die ihn von hinten umschlangen und mit aller Gewalt auf sein Hotelbett zogen. Er musste alle Kraft aufwenden, um sich aus dem Griff zu befreien und als er sich umsah, war er überwältigt von dem wunderschönen Anblick den sie bot, wie sie so nackt in den weißen Laken lag. Er konnte nicht anders, als das Anziehen noch ein wenig zu verschieben…

Erschöpft und schwer atmend lagen sie später da.

„Mahita“, sagte Homer, „ich muss mit dir über eine Sache sprechen. Was weißt du über die Gerüchte, dass im Camp von Brando Enterprises Menschen verschwinden?“

Ihre Pupillen weiteten sich.

Einen Moment herrschte Stille.

„Homer, du hast davon erfahren? Ich weiß nicht, ich darf eigentlich nicht darüber sprechen.“

Sie wirkte aufgewühlt.

„Mahita, du kannst mir vertrauen. Wenn das wirklich der Wahrheit entspricht, muss ich herausfinden, was da vorgeht. Nicht nur mit den Menschen in Südafrika scheint etwas passiert zu sein, sondern ich verfolge auch die Spur von Magali Lefour, die nicht mehr auffindbar ist. Man muss davon ausgehen, dass ihr etwas zugestoßen ist und ich habe das Gefühl, dass dies mit ihrer Tätigkeit für das Projekt zu tun hat.“

Mahita betrachtete ihn eingehend.

Einen Moment zögerte sie.

„Nun gut Homer – du hast recht. Wir haben davon erfahren. Bislang sind anscheinend über 100 Menschen verschwunden. Ein paar sind für kurze Zeit wiederaufgetaucht und erzählten von anderen, die Höllenqualen erlitten hatten und wie wild husteten. Der Husten war blutig.

Wir sind an der Sache dran, aber mittlerweile treffen wir nur noch auf eine Mauer des Schweigens.“

Patson zog sie in seine Arme.

„Mahita, was hast du Weihnachten vor?“

Verwundert blickte sie ihn an.

„Na ja, ich wollte eigentlich nur ein wenig arbeiten, es hat sich so viel aufgestaut.“

„Nun, ich bin der Meinung, du solltest mit mir nach New York reisen. Ich bin über die Feiertage bei Milton Brando eingeladen und würde mich sehr über deine charmante Begleitung freuen. Soviel ich weiß bin nicht nur ich, sondern mehr als 20 Personen geladen und ich könnte mir vorstellen, dass wir dort der Sache auf den Grund gehen können.“

Mahita Aedes erhob sich.

„Na dann auf in die Höhle des Löwen!“

 

 

Das Quiz ist abgelaufen, aber die Antwort findest du hier - Hier klicken

 

 

 

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