Das muss der Heilpraktiker wissen - Wichtige Vo...

Das muss der Heilpraktiker wissen - Wichtige Voraussetzungen

Wichtige Vorraussetzungen für die Erlangung der Heilpraktikererlaubnis

siehe auch § 2 des Heilpraktikergesetzes in Verbindung mit § 2 Absatz 1 Buchstabe i der Ersten Durchführungsverordnung zum Heilpraktikergesetz

  • Mindestens Hauptschulabschluss, Mindestalter von 25 Jahren.
  • Eine medizinische Vorbildung ist keine Voraussetzung.
     

Das muss der Heilpraktiker wissen, um die Überprüfung beim Gesundheitsamt zu bestehen

  1. Medizinisches Grundwissen:
  • Anatomie
  • Physiologie
  • Pathologie
     2. Allgemeine Krankheitslehre

 

     3. Medizinisches Grundwissen:

Erkennen von Volkskrankheiten, insbesondere:

  • Stoffwechselkrankheiten
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • degenerative und übertragbare Krankheiten
  • bösartige Neubildungen sowie
  • schwerwiegende seelische Krankheiten
    4. Das müssen Sie außerdem können und wissen:
- Erkennung und Erstversorgung von Notfällen und lebensbedrohlicher Zustände,
- Anamneseerhebung
- Untersuchung
- Praxishygiene, Desinfektion und Sterilisation,
- Laborwerte verstehen und auswerten
- Gefahren diagnostischer und therapeutischer Methoden der Heilpraktiker
- Rechtliche Grenzen der nichtärztlichen Ausübung der Heilkunde.
 

Die Erlaubnis wird nicht erteilt, wenn

  • keine deutsche Staatsangehörigkeit vorliegt, das ist abhängig vom Bundesland und wurde vermehrt aufgehoben
  • die sittliche Zuverlässigkeit fehlt,
  • gesundheitliche Aspekte der Ausübung des Berufs entgegensprechen
  • oder es aufgrund der Ergebnisse der Heilpraktikerüberprüfung Bedenken bezüglich der Volksgesundheit gibt.

Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)
§ 1 

(1) Wer die Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, ausüben will, bedarf dazu der Erlaubnis.
(2) Ausübung der Heilkunde im Sinne dieses Gesetzes ist jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird.
(3) Wer die Heilkunde bisher berufsmäßig ausgeübt hat und weiterhin ausüben will, erhält die Erlaubnis nach Maßgabe der Durchführungsbestimmungen; er führt die Berufsbezeichnung "Heilpraktiker".https://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/__1.html

 

Lesen Sie auch Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz) - Hier finden Sie den wichtigen §2 daraus:

 

Erste Durchführungsverordnung zum Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)

§ 2 

(1) Die Erlaubnis wird nicht erteilt,

a)
wenn der Antragsteller das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
b)
wenn er nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt,
c) (weggefallen)
d)
wenn er nicht mindestens abgeschlossene Volksschulbildung nachweisen kann,
e) (weggefallen)
f)
wenn sich aus Tatsachen ergibt, daß ihm die ... sittliche Zuverlässigkeit fehlt, insbesondere, wenn schwere strafrechtliche oder sittliche Verfehlungen vorliegen,
g)
wenn er in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Berufs ungeeignet ist,
h)
wenn mit Sicherheit anzunehmen ist, daß er die Heilkunde neben einem anderen Beruf ausüben wird,
i)
wenn sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers durch das Gesundheitsamt, die auf der Grundlage von Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern durchgeführt wurde, ergibt, dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden eine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die ihn aufsuchenden Patientinnen und Patienten bedeuten würde.
Das Bundesministerium für Gesundheit macht Leitlinien zur Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern bis spätestens zum 31. Dezember 2017 im Bundesanzeiger bekannt. Bei der Erarbeitung der Leitlinien sind die Länder zu beteiligen.
(2)

Fußnote

§ 2 Abs. 1 Satz 1 Buchst. b: Nach Maßgabe der Entscheidungsformel mit Art. 2 Abs. 1 GG (100-1) unvereinbar und nichtig gem. BVerfGE v. 10.5.1988 I 1587 (1 BvR 482/84)