2. Überlegungen zum Beruf des HP

2. Die grundsätzlichen Überlegungen zum Beruf des Heilpraktikers

Was ist eigentlich ein Heilpraktiker?

 

Das Berufsbild des Heilpraktikers ist bei uns eine geschützte Tätigkeitsbezeichnung. Es basiert auf dem deutschen Heilpraktikergesetz aus dem Jahre 1939.

Der Heilpraktiker ist außer dem Arzt der Einzige, der zur Ausübung der Heilkunde befugt ist. Nach einer Überprüfung beim Gesundheitsamt, erhält der Heilpraktiker die Erlaubnis, die Heilkunde ohne Bestallung (d.h. ohne Approbation) auszuüben. Er gehört ab dann zu den freien Berufen (§18 des Einkommenssteuergesetzes).

Wie wird man Heilpraktiker?

Die Heilpraktikerausbildung ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Egal wie man sich vorbereitet: Bei der Überprüfung beim Gesundheitsamt muss man umfassende Kenntnisse in Anatomie, Physiologie, Pathologie, Notfall und weiteren Themen vorweisen und dem Gesundheitsamt beweisen, dass man keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt.

Eine umfassende Ausbildung ist unabdingbar, wie die doch recht hohen Durchfallquoten beweisen.

Was macht man als Heilpraktiker?

Der Heilpraktiker hat vielfältige Möglichkeiten seinen Beruf auszuüben:

  • Er eröffnet eine eigene Praxis

  • Assistenztätigkeit in einer Heilpraktiker-Praxis

  • Dozententätigkeit

Was sind nun seine Aufgaben in der Praxis?

  • Der Heilpraktiker darf im Gegensatz zu anderen Heilberufen (außer dem Arzt) Diagnosen erstellen.

  • Er hat dem Patienten gegenüber eine Aufklärungspflicht.

  • Er entscheidet über die Therapieform und deren Durchführung.

  • Natürlich ist er auch verpflichtet, sich stets weiterzubilden um seinen Patienten eine optimale Betreuung zukommen zu lassen.

  • Dokumentation der Behandlung

  • Einhaltung von Gesetzen und der Berufsordnung

 Was für Therapien wenden Heilpraktiker an?

Das Therapiespektrum ist weit gefächert. Zu den beliebtesten Diagnoseverfahren gehören:

Hier finden Sie mehr Info zu den verschiedenen Therapieformen:

https://www.e-vidia-forum.de/f29-Infos-zu-verschiedenen-naturheilkundlichen-Therapieformen.html

Welchen Einschränkungen unterliegt der Heilpraktiker?

Hier einige Beispiele:

  • Der HP hat Behandlungsverbot für Erkrankungen oder Erreger, die im Infektionsschutzgesetz (IfSG) aufgeführt sind.

  • Der HP darf keine Erkrankungen der Zähne und des Mundraumes behandeln.

  • Der Heilpraktiker darf keine Geschlechtskrankheiten behandeln.

  • Der HP darf keine verschreibungspflichtigen Medikament und Arzneimittel, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, verschreiben.

  • Selbsthergestellte Arzneimittel, darf der HP nicht abgeben und nur in seinen Praxisräumen verabreichen.

  • Der Heilpraktiker kann nicht mit den 7gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

  • Der Heilpraktiker darf keine Krankheitserreger nachweisen.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Heilpraktiker?

Unser Gesundheitssystem hat sich verändert und die Menschen werden älter, aber nicht unbedingt gesünder.

Immer mehr Menschen sind der Naturheilkunde gegenüber aufgeschlossen und viele haben bereits positive Erfahrungen mit ihr gemacht. Viele möchten keine Medikamente mehr nehmen, bei denen sie oftmals mit Nebenwirkungen zu rechnen haben.

Der Arzt hat heute nicht mehr die Zeit für den Patienten, während der Heilpraktiker sich die Zeit für den Menschen nehmen kann.

Immer mehr Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine alternative Behandlung.

Der Gesundheitsmarkt wächst und wächst und wenn man sich die demographischen Strukturen anschaut, können die Zukunftsaussichten für den Heilpraktiker positiv bewertet werden.

Wichtig ist es Folgendes zu bedenken:

1.  Ein/e Heilpraktiker/in muss fundiertes medizinisches Wissen haben

Denn ohne dieses Wissen

  • Wäre er/sie eine Gefahr für die Volksgesundheit und könnte anderen Menschen schaden

  • Würde er/sie Gefahr laufen wegen unsachgemäßer Behandlung angezeigt und verurteilt zu werden.

  • Kann er in seinem Beruf einfach nicht gut sein

2.  Wir unterstützen keine Scharlatane

Menschen, die behaupten durch dubiose Tätigkeiten und Praktiken Menschen heilen zu können (kein Heilversprechen darf abgegeben werden) schaden unserem Berufsstand. Fortbildung an anerkannten Schulen und über hochwertige Seminare sind für jede/n HP absolut unerlässlich. Wir bieten Grund-und Fortgeschrittenen-Kurse in klassischer Homöopathie an, sowie Seminare von anerkannten, erfahrenen Dozenten über Bachblüten und Schüssler Salze, sowie Einführungen zur Traditionellen Chinesischen Medizin online an. Wir empfehlen allen HPs praktische Kurse an anerkannten Schulen in ihrer Nähe zu besuchen.

3.  Unsere Online- Schulungen bauen aufeinander auf und jeder kann in laufende Kurse einsteigen. Bevor ein Teilnehmer in einen fortgeschrittenen Kurs einsteigt verifizieren wir sein/ihr Wissen in einer Probestunde.

Wer also noch ganz frisch ist, noch keine Heilpraktikerschulungen irgendwelcher Art besucht hat oder durchlaufen hat (Fernstudium mit Skripts), dem empfehlen wir folgenden Ablauf:

·    Grundkurs über 5 Monate – Die Grundlagen - Einstieg jederzeit möglich

·    Crashkurs über 5 Monate – Vertiefung des Wissens, Verknüpfungen der Pathologien mit den verschiedenen Organsystemem - im Anschluss an den Grundkurs

·    Intensivkurs über 3 Monate – Die Kür, hier wird frei gesprochen, Referate vorgetragen, Differentialdiagnosen, Prüfungssituationen werden live durchgespielt –  im Anschluss an den Crashkurs

Und wer schon die Grundlagen hat, kann jederzeit in den Crashkurs einsteigen, bzw. wer schon wirklich fundiertes Wissen hat und kurz vor der Prüfung steht, kann jederzeit in den Intensivkurs einsteigen.

Es hat keinen Zweck an einem Kurs teilzunehmen, für den man noch nicht genügend vorbereitet ist denn:

  • Man versteht höchstens die Hälfte und ist frustriert, weil einfach die Grundlagen nicht da sind.

  • Die anderen Kursteilnehmer können nicht so gut von dem live und direkt laufenden Kurs profitieren, weil sie durch andere, langsamere Teilnehmer aufgehalten werden.

  • Man meldet sich eventuell zu früh zur Prüfung an und fällt durch. Das kostet viel Geld, Zeit und Selbstvertrauen. Das ist nicht sinnvoll. Die Prüfungen sind inzwischen deutschlandweit auf einem sehr hohen Niveau, man kann alles lernen, aber man braucht eben die notwendige Zeit.

Was ist, wenn es mir doch zu schnell gehen sollte?

Kein Problem. Durch die flexiblen Strukturen bei E-Vidia ist es natürlich auch möglich einen Kurs zu wiederholen, oder einfach einen Kurs tiefer zu wechseln. Vielleicht möchte man den Crashkurs auch von vier auf fünf Monate verlängern. Manche unserer Teilnehmer absolvieren auch Crash- und Intensivkurs parallel. Gemeinsam findet sich da immer die beste Lösung.

Andere Teilnehmer haben eine Schwäche in einem bestimmten Themengebiet, welches sie dann noch einmal vertiefen wollen. Ihnen bietet sich dann die Möglichkeit, an einzelnen Themen aus dem Grundkurs teilzunehmen – Einfach eine Mail an Kontakt senden und ein Angebot anfordern.

Oder schauen Sie sich unser Blended Learning Angebot an

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Hier geht es weiter:

3. Die grundsätzlichen Überlegungen zum Online-Studium und die E-Vidia Schlussfolgerungen.